Kostenübernahme für den Fahrzeugumbau
Bei einem Fahrzeugumbau für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen können die Kosten erheblich sein. Der Aspekt der Kosten ist oft die letzte Hürde, die Sie von Ihrem behindertengerecht umgebauten Auto trennen.
Glücklicherweise ist die Kostenübernahme für den Fahrzeugumbau unter den passenden Voraussetzungen bis zu 100% möglich.
Bezuschussung durch Kostenträger
Verschiedene Institutionen und Behörden bieten Unterstützung an, um die finanzielle Belastung zu mindern. Hier sind die wichtigsten Anlaufstellen und Bedingungen für die Kostenübernahme:
Agentur für Arbeit
- Wenn die berufliche Teilhabe durch den Umbau des Fahrzeugs gewährleistet werden kann, übernimmt die Agentur für Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten. Hierzu zählen beispielsweise Arbeitslosigkeit oder Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung.
Deutsche Rentenversicherung
- Bei einer Behinderung, die die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt, unterstützt die Deutsche Rentenversicherung den Umbau, um die Teilhabe am Arbeitsleben zu fördern.
Berufsgenossenschaften und Unfallkassen
- Bei Arbeits- oder Wegeunfällen, die zu einer dauerhaften Mobilitätseinschränkung führen, tragen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die Kosten für notwendige Fahrzeugumbauten.
Integrationsämter
- Diese Ämter unterstützen bei der Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt. Dazu gehören auch finanzielle Hilfen für den Fahrzeugumbau, sofern dieser zur Ausübung des Berufs notwendig ist.
Sozialhilfeträger
- Sozialhilfeträger übernehmen die Kosten für den Fahrzeugumbau, wenn keine anderen Kostenträger zuständig sind und der Umbau notwendig ist, um eine grundlegende Mobilität im Alltag zu gewährleisten
Versorgungsämter
- Bei anerkannten Schwerbehinderungen leisten Versorgungsämter Unterstützung, um die Mobilität und damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu verbessern.
Krankenkassen
- Unter bestimmten Bedingungen können auch Krankenkassen die Kosten für einen Fahrzeugumbau übernehmen, insbesondere wenn dieser medizinisch notwendig ist und zur Rehabilitation beiträgt.
Ablauf der Antragstellung
- Beratung einholen: Vor dem Umbau sollte eine ausführliche Beratung beim qualifizierten Fahrzeugumrüster stattfinden.
- Ärztliche Bescheinigung: Eine ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit des Umbaus ist in der Regel erforderlich.
- Kostenvoranschläge einholen: Für die Antragstellung sind mehrere Kostenvoranschläge von Fachfirmen notwendig.
- Antragstellung: Der Antrag wird bei dem zuständigen Kostenträger eingereicht, der dann die Notwendigkeit prüft und über die Kostenübernahme entscheidet.
Durch eine sorgfältige Vorbereitung und die richtige Antragstellung können die Kosten für einen notwendigen Fahrzeugumbau deutlich reduziert oder vollständig übernommen werden.
Für den Fall, dass Ihr Umbau nicht oder nicht genügend durch Leistungsträger finanziert wird, gibt es noch weitere Förderer, um Sie finanziell zu unterstützen. In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Vereinen und Stiftungen, die sich für die Mobilität von Menschen mit Handicap einsetzen und deren Selbstständigkeit auch finanziell fördern.
Für weitere Informationen und Beratung wenden Sie sich gerne an uns oder Informieren Sie sich direkt bei entsprechenden Institutionen oder spezialisierten Beratungsstellen.